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Lambert Schlechter

Lambert Schlechter, geboren am 4. Dezember 1941 in Luxemburg, wurde zweimal beim Concours Littéraire National ausgezeichnet: 1981 mit „De bello Gallico“ und 1986 mit „Angle mort“. 2001 wurde er in Frankreich zum Chevalier des arts et des lettres erhoben. 2007 erhielt „Le murmure du monde et autres fragments“ den Servais-Preis. Im selben Jahr wurde Lambert Schlechter durch eine mention spéciale du jury beim Grand prix Léopold Senghor ausgezeichnet. 2010 erhielt er den Birago Diop-Preis im Benin. 2013 wurde er beim Festival International de Poésie in Vercelli für seinen italienischen Lyrikband „All’opposto di ogni posto“ ausgezeichnet. Im Oktober 2014 erhält er den dreijährlich vergebenen, nationalen Batty-Weber-Preis für sein Lebenswerk.

 

Lambert Schlechters Schreiben ist vielseitig und offen, zugleich jedoch durch eine formale Regelmäßigkeit gekennzeichnet, etwa durch eine Kalibrierung in Absätzen oder in Seiten. Seine Fragmente, Ansätze oder Geistesblitze vereinen Todesängste und tiefen Lebensgenuss, Vollkommenheit und Unerfüllbarkeit, Fantasievorstellungen und Besessenheit, kleine Alltagsgeschehen und universelle Gedankenzüge. Der Tod 1989 seiner ersten Ehefrau, der Theaterschauspielerin Christiane Wirtz 1989, und die durchlebte Trauerarbeit prägen seine Arbeit. Der Erinnerung setzt er die Askese der Introspektion entgegen, das ritualisierte tägliche Schreiben, aber auch die Erotik als Gegenpart zum Todesdrang.

Frank Wilhelm / Ludivine Jehin
(im Autorenlexikon des CNL)


Erschienen bei Editions Guy Binsfeld

Nichts kapiert, doch alles notiert

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