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Jean-Paul Jacobs

Jean-Paul Jacobs, geboren am 23.1.1941,  besuchte das Gymnasium in Echternach und Esch. Nach dem Abitur 1959 studierte er an den Cours Supérieurs und an der Universität Bonn Musikwissenschaften, Geschichte und Latein. 1965 leitete er ein Jahr lang die Lichtspielhäuser Rex und Empire in Esch/Alzette. Ende 1966 zog er auf Einladung H.C. Artmanns, den er anlässlich der Mondorfer Dichtertage kennengelernt hatte, nach Berlin in eine Künstlerkommune. Er arbeitete zunächst als Nachtwächter, auf dem Bau und in Fabriken. Von 1973 bis 1975 war er im Musikarchiv des Radiosenders RIAS tätig, seit 1975 ist er Mitarbeiter der Staatsbibliothek zu Berlin.

Erste Texte von Jacobs erschienen 1965 im Luxemburger Wort und in der Heftreihe impuls. In seinen Gedichten und Erzählungen thematisiert Jacobs sexuelle Perversionen, Provokationen und das Bohème-Leben. Seine erste Veröffentlichung in luxemburgischer Sprache war zugleich der Beginn einer Trilogie von fiktiven Telefongesprächen mit Roger Manderscheid. Jacobs bedient sich vorwiegend der deutschen Sprache, sein Erzähl- und Gedichtband Spectres (1971) erschien jedoch auf Französisch.

Jacobs Gedichte wurden in deutschen, schweizerischen und österreichischen Anthologien und Literaturzeitschriften (wie edition, manuskripte, Das Gedicht und das pult) veröffentlicht. In Luxemburg erschienen Werke von ihm in Anthologien (Nachrichten aus Luxemburg, Petite anthologie de la poésie en langue allemande au Luxembourg), Zeitungen, Zeitschriften und Schriftreihen wie Die Warte, Les cahiers luxembourgeois, Art et lettres und doppelpunkt.

Aus: http://www.autorenlexikon.lu/page/author/167/1678/DEU/index.html

Foto: Paolo Leoni
© CNL

Der Autor verstarb am 19. Juli 2016 in Berlin.


Erschienen bei Editions Guy Binsfeld

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